Informationen zur Schwitzhüttenzeremonie

Das mit Decken abgedeckte Weidengerüst in Form einer Schildkröte wird auch als “Hütte der heiligen Steine” bezeichnet. Sind doch die Großmütter und Großväter Steine aus der Sicht vieler alter Kulturen die ersten Lebewesen auf unserer Mutter Erde. Die im Feuer zum Glühen gebrachten Steine werden in der Hütte mit Kräutern gesegnet und mit Wasser begossen.


Die Schildkröte gilt als ein Symbol für Mutter Erde. Unser Gang in die Schwitzhütte ist somit ein Eintauchen in den Schoß von Mutter Erde.

Diese starke Symbolik verbindet sich mit dem Gefühl, dem Ursprung, aus dem wir alle stammen, sehr nah zu sein. Wir sind mehr als sonst während der Zeremonie verbunden mit den Elementen Erde, Feuer, Wasser und Luft und spüren, dass wir Teil von allem sind, was uns umgibt.

 

Es ist (fast) unmöglich, mit Worten zu beschreiben, was alles in einer Schwitzhüttenzeremonie "passieren" kann, fühlt doch Jede/Jeder die Eindrücke in anderer Weise.

 

Es gibt eine ganze Reihe verschiedenster Schwitzhüttenzeremonien, wobei die meisten davon uns von den amerikanischen Ureinwohnern bekannt sind.

 

"Unsere" Art der Schwitzhütte geht auf Sun Baer zurück, der den Bärenstamm maßgeblich beeinflusst hat, um unseren Zugang zu Mutter Erde verantwortungsvoller zu gestalten.

Bitte schau dir die wunderschöne Seite von Wolfgang an, wenn du mehr zu unserer Schwitzhütte wissen möchtest -> www.schwitzhuetten.de.

Im Folgenden versuche ich, einige immer wieder gestellte Fragen zu beantworten:

Gibt es etwas zu beachten vor der Zeremonie?

Eine Schwitzhütte beginnt eigentlich im Moment, in dem du dich entscheidest, an ihr teilzunehmen. Bis zur eigentlichen Zeremonie kannst du die Zeit nutzen, dich vorzubereiten. Vielleicht ist die Frage interessant: Weshalb will ich teilnehmen? Oder gibt es etwas, was ich loslassen möchte, etwas wofür ich mich bedanken möchte, etwas, was ich mir wünsche?

 

Mit der Anmeldung erfährst du neben Ort und Zeit auch noch alle Dinge, die du mitbringen solltest.


Wir treffen uns dann zur Vorbereitung des Feuers und der Schwitzhütte. Wenn das Feuer brennt, gibt es noch ein paar Erläuterungen, insbesondere wenn du neu bei Schwitzhütten bist.

Was geschieht während der Zeremonie?

Es wird dunkel, es wird heiß. Du wirst schwitzen und du wirst die Erde spüren auf der du sitzt. Unter Anleitung des Wassergießers (des Leiters der Zeremonie) werden wir singen, erzählen, zuhören und uns treiben lassen von dem, was gerade passieren will. Vielleicht gelingt es dir mit Hilfe der heißen Steine Kontakt aufzunehmen zu Mutter Erde oder auch zu deinem tiefen Inneren. Es ist für Jede und Jeden immer wieder neu und anders und lässt sich nicht beschreiben oder vorhersagen. Wichtig ist, dass Alles, was in der Zeremonie passiert, nur für genau diesen Moment wichtig ist und auch nicht "nach draußen" gehört.

Was passiert nach der Zeremonie?

Gut ist es, sich danach "zu erden". Wir essen gemeinsam und haben noch eine schöne Zeit zusammen, bis wir uns dann zur Ruhe begeben.

Es ist angeraten, dass du nicht nach Hause fährtst, sondern lieber am Platz eine Übernachtung planst. Deine eventuelle körperliche und emotionale Anstrengung ist nicht unbedingt geeignet, dass Du dein Auto fährst.

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